DDR lebt weiter…

Zwanzig Jahre ist sie her, die so genannte WENDE!

Es ist zwanzig Jahre her, dass GRENZEN durchlässiger wurden, dass MAUERN einstürzten, dass der EISERNE VORHANG sich allmählich öffnete und die Zeit des KALTEN KRIEGES endlich zu Ende ging!

Ein ganzes gesellschaftliches System ist nach und nach „von der geschichtlichen Bildfläche“ verschwunden!

Auch die Deutsche Demokratische Republik, kurz DDR, gehörte zu den Staaten, deren Zeit vor genau zwanzig Jahren abgelaufen war!

Viele für die DDR typische Begriffe verschwanden mehr und mehr aus dem alltäglichen Sprachgebrauch. In den neuen Bundesländern hielten auffallend viele Begriffe aus den alten deutschen Bundesländern Einzug oder eben englische Worte und Begriffe wurden auch in der ehemaligen DDR mehr oder weniger alltäglich.

Im World Wide Web jedoch, da findet man noch eine ganze Reihe der in der DDR üblichen und allen ehemaligen DDR-Bürgern bekannten und gängigen Begriffe.

Die weltweit größte und sehr bekannte Domainhandelsbörse SEDO hat sich anlässlich des 20. Jahrestages des Berliner Mauerfalls damit mal intensiv beschäftigt und ist zu wirklich interessanten Ergebnissen gekommen.

SEDO hat insgesamt 100 typische DDR-Begriffe geprüft und analysiert.

So beispielsweise:

- altstoffsammlung.de

- ddr.de

- derschwarzekanal.de

- klassenfeind.de

- fuenfjahresplan.de

- zweiraumwohnung.de

- nva.de

- fdj.de

- veb.de

- muttiheft.de

- planwirtschaft.de

- saettigungsbeilage.de

- schnatterinchen.de

- stalinstadt.de

- voelkerfreundschaft.de

- horchundguck.de

und andere.

Dabei werden ca. ein Fünftel dieser Domains (= 21) gemäß ihres eigentlichen Namenssinnes verwendet.

Die Domain ddr.de leitet hingegen einfach nur auf ein Projekt, das innerhalb einer virtuellen Stadt verschiedene Chaträume anbietet.

Es gibt dabei aber auch Domains, die völlig unerwartete Inhalte haben; das trifft beispielsweise auf veb.de zu, aber auch auf planwirtschaft.de.

Einige (alte) DDR-Begriffe werden für ein Fotoalbum oder für private Blogs genutzt; mitunter aber haben sie auch eine skurrile Verwendung gefunden.

Von den 92 verfügbaren Domains gehören 54 ostdeutschen Inhabern; auffallend viele gehören Bürgern aus Dresden.

Quelle: finanznachrichten.de

Siehe auch: internetworld.de

Siehe auch: markenpost.de/news

heinkas Anmerkung:

Für mich als ehemalige DDR-Bürgerin, die die WENDE sehr bewusst miterlebt hat, ist das ein sehr interessanter Bericht mit aufschlussreichen Analysen.

Mein Dankeschön geht dafür an SEDO!

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