Ich habe auch schon auf meinem BLOG “Heinkas News” kurz darauf aufmerksam gemacht, nämlich auf das gulli-Interview mit dem Internet-Security-Experten Jewgeni Walentinowitsch Kasperski!
Es ist zwar bereits vor ein paar Monaten geführt worden, aber trotz allem sehr interessant und hochaktuell!
Nachfolgend nur ein paar wenige Passagen daraus:
Lars Sobiraj aka Ghandy/gulli: Zunächst vielen Dank für das Interview! Wie ist es zu Ihrer Faszination zum Thema Computer gekommen?…
Eugene Kaspersky: In der Tat war es meine Mutter, die mein Interesse an Mathematik entdeckte, als ich gerade einmal zehn Jahre alt war. Sie hat mich dann in diese Richtung weiter gefördert. So war beispielsweise auch sie es, die mich dazu animiert hat, mich für das Mathe-Magazin für Kinder einzuschreiben oder die Mathematik-Abendschule für Kinder im Moskauer Institut für Physik und Technologie zu besuchen. Später dann habe ich meine Ausbildung in Mathematik an der Moskauer Universität für Physik und Mathematik fortgeführt….
Lars Sobiraj: Im Verlauf eines älteren Berichts wurde behauptet, Sie hätten sich früher selbst aus Neugier in der Hackerszene bewegt. Wie kam es letztlich zum Paradigmenwechsel und somit zur Firmengründung?
Eugene Kaspersky: Ich war zu KEINER Zeit Mitglied der “Black-Hat”-Szene. In der späten Vergangenheit habe ich als Entwickler für Militär-Software gearbeitet, danach wechselte ich in die Anti-Malware-Forschung.
Lars Sobiraj: Mit Hackerszene können aber durchaus auch Datenschützer wie die Mitglieder vom Chaos Computer Club gemeint sein, den Begriff sollte man nicht alleine auf die Grauzone begrenzen.
Die Grundausrichtung der Virenprogrammierer hat sich grundlegend geändert. Wollten diese früher vor allem die Festplatte der Opfer löschen oder wie ein Sprayer lediglich ein Zeichen von sich hinterlassen, so geht es heute primär um Betrug oder die Eingliederung des infizierten Rechners in ein Bot-Netz. Scheinbar geht es nur noch um Geld. Sie beobachten die Lage schon sehr lange. Was glauben Sie, wie ist es zu dieser Neuausrichtung gekommen?
Eugene Kaspersky: Es gibt drei gute Gründe für Cybercrime: erstens und das ist der wichtigste Grund Geld, mehr Geld und noch mehr Geld (das geht in die Hunderte von Millionen Dollar). Der zweite Grund ist, dass Cybercrime relativ einfach zu begehen ist denn es dreht sich hier nur um Software-Entwicklung. Dazu kommt, dass die Kriminellen nicht im physischen Kontakt zu ihren Opfern stehen. Drittens die Anonymität des Internets: Cybercrime ist ein Geschäft mit relativ niedrigem Risiko, unglücklicherweise.
…
Lars Sobiraj: Sie beschäftigen über 1000 Mitarbeiter in Ihrem Unternehmen, die ständig versuchen sich auf die neuesten Tricks der Cyberkriminellen einzustellen. Trotzdem kann man nicht verhindern, dass es stets brandneue Schädlinge gibt, die nicht erkannt werden….
Eugene Kaspersky: 100-prozentige Sicherheit existiert nicht. Niemals, nirgends. Nicht nur im Computer-Bereich sondern im reellen Leben genauso. Wir sprechen aus diesem Grund lieber von Risiko-Management….
…
Lars Sobiraj: Gibt es noch einen Wunsch, den Sie sich erfüllen möchten?
Eugene Kaspersky: Ja, den gibt es: darüber reden wir gerne in zehn Jahren.
Das vollständige und ungekürzte Interview mit Eugene Kaspersky ist hier zu finden:
Quelle: gulli.com



















