Pornos auf NamensDomain


Für die allermeisten WWW-User ist es wohl ein Albtraum schlechthin, wenn der eigene Name im WWW mit Pornographie in Verbindung gebracht wird!

Noch schlimmer ist es mit Sicherheit, wenn man eine bekannte und in der Öffentlichkeit stehende Persönlichkeit ist, wie beispielsweise Dr. Joachim Wuermeling. Der frühere Europaabgeordnete ist inzwischen in der Hauptgeschäftsführung des Gesamtverbandes der deutschen Versicherungswirtschaft in Berlin tätig.

Hinter seiner ehemaligen Domain „www.wuermeling.net“ verbergen sich heute brutale Pornos.

Wie es im konkreten Fall überhaupt dazu kommen konnte, dass unter „www.wuermeling.net“ Pornographieseiten zu finden sind, erklärt Torsten Wabnitz, Chef der Wabnitz IT & Media Company in Bayreuth. Vor dem EU-Wahlkampf 2004 hatte sein Unternehmen die ursprüngliche Domain als Webauftritt gestaltet.

Nachdem der CSU-Politiker aus dem Europaparlament nach Berlin gewechselt war, „hat er die Lizenz für die Domain www.wuermeling.net nicht mehr verlängert“, erklärt Wabnitz. Somit war dieser Domain-Name im Netz weltweit wieder frei verfügbar; konnte also neu registriert und genutzt werden. Es liegt im Ermessen und in der Verantwortung des neuen Domain-Inhabers, welche Inhalte einer Domain bzw. Website dann neu zugeordnet werden. Das ist an sich ein ganz normaler Vorgang, betont der IT-Experte. Er empfehle seinen Kunden jedoch stets, „darüber nachzudenken, ob man die Domain wirklich wieder freigeben will“. Die Lizenzgebühren pro Jahr für eine Net-Adresse lägen bei etwa 20 Euro.

Als Jurist weiß Wuermeling, dass rechtliche Schritte schwierig sind, „wenn man keinen hat, den man verklagen kann“. Zunächst müsse „die komplette Handelskette nachvollzogen werden“. Eine US-Firma vergebe die Net-Adressen weltweit. Domain-Namen würden „über x kleine Firmen weiterverkauft“, da lasse sich schwer nachvollziehen, wer dahinter stecke. Zunächst will Wuermeling alle Verbindungen, die zwischen seiner Person und dem Domain-Namen im Internet bestehen, löschen lassen.

Eins ist dem ehemaligen EU-Politiker allerdings jetzt schon klar: „Für die Wahrung der Bürgerrechte im Internet brauchen wir eine internationale Kooperation. Europäische Gesetze reichen dafür nicht aus.“

Quelle: frankenpost.de

Veröffentlicht in domain recht. 1 Kommentar »

Eine Antwort zu „Pornos auf NamensDomain“

  1. Heinkas News » Blog Archive » PornoAttacke auf NamensDomain Sagt:

    [...] ganz ähnlicher Vorfall wird geschildert: HIER und [...]


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